Info

Die Sigep-Beobachtungsstelle untersucht die größten Gelato-Produktionsketten und registriert für das Jahr 2018 ein Geschäftseröffnungs-Plus von 4%. Optimale Performances in Mittel- und Südamerika (+11%) sowie im Nahen und Mittleren Osten (+8,1%). Jede neue Eröffnung eines Eiscafés im Ausland führt zu einem Zuwachs im Made-in-Italy-Export von 100.000 Euro an Ausrüstungen und 25.000 Euro an Produkten pro Jahr.


Die Produktionsketten sind das leistungsstärkste System für die Expansion und die zunehmende Präsenz - vor allen Dingen im Ausland - neuer Gelato-Verkaufsstellen. Die Anzahl der Unternehmen, die in der Lage sind, Qualität und organisatorisches Know-how bereitzustellen, ist im Anstieg begriffen.

Auch auf der SIGEP (Internationale Fachmesse für Gelato-, Konditoren- und Bäckerhandwerk und Kaffee, deren 40. Ausgabe vom 19. bis 23. Januar 2019 auf dem Messegelände in Rimini stattfindet und von der Italian Exhibition Group organisiert wird) hat die Welt der Produktionsketten in den letzten Jahren einen zunehmend höheren Stellenwert eingenommen.

Die SIGEP-Beobachtungsstelle untersucht die größten italienischen Produktionsketten von Eiscafés, Softeis-/Eis-am-Stiel-Einrichtungen und Joghurt-Bars und hat in Zusammenarbeit mit „Sistema Gelato“ 80 Ketten mit direkten und Franchising-Verkaufsstellen und einer Gesamtanzahl von 2.225 Geschäftsaktivitäten, davon 37% im Ausland, analysiert.

Hinsichtlich der Produktionsketten für das Eiscafé-Format wurden 1.288 Verkaufsstätten registriert, wovon 965 in Italien und 323 im Ausland zu verzeichnen sind.

Was die Geschäftstätigkeit im Ausland betrifft, ist beim Vergleich zwischen 2017 und 2018 durchweg eine Entwicklung mit Plus-Vorzeichen zu beobachten. Der Anstieg beträgt global +4%, wobei die Regionen Mittel- und Südamerika (+11%) und Naher und Mittlerer Osten (+8,1%) die größte Dynamik vorweisen können. Asien kann mit einer Zunahme von +4,1% aufwarten, während für Europa (ohne Italien) +1,8% verbucht werden.

Mittlerweile sind Eiscafés und vergleichbare Einrichtungen bereits in 76 Ländern auf allen Kontinenten zu finden.

Für das Phänomen des Franchising und der Produktionsketten ist das Wachstumspotential bei weitem noch nicht ausgeschöpft. Die aktuelle Erhebung hat ergeben, dass vier italienische Gelato-Produktionsketten mit jeweils mehr als 50 Verkaufsstellen weltweit tätig sind: Es liegt auf der Hand, dass die Produktionsketten die schnellste und dynamischste Expansion des Sektors garantieren, vor allen Dingen auf den ausländischen Märkten außerhalb Europas.

In diesem Zusammenhang ist zu berücksichtigen, dass für jede neue Geschäftseröffnung in direkter Form oder mittels Franchising entsprechende Ausrüstungen, Anlagen, Einrichtungen und Zutaten aus Italien, d.h. ausschließlich ‚Made in Italy‘, bereitgestellt werden müssen. „Sistema Gelato“ schätzt, dass jedes im Ausland eröffnete Eiscafé pro Jahr einen Export aus Italien in Höhe von mindestens 100.000 Euro an Ausrüstungen, Einrichtungen und Maschinen sowie von 25.000 Euro an Produkten und Zutaten generiert.

Die SIGEP-Beobachtungsstelle wird die Situation der Gelato-Produktionsketten und den Prozess dieser Globalisierung weiter im Auge behalten und dabei vor allen Dingen die spezifischen Märkte untersuchen. Darüber hinaus sind auf der Sigep 2019 die runden Tische für den Austausch von Erfahrungen zwischen den größten Anbietern im Rahmen der Konferenz „Going Global“ - mit besonderem Augenmerk auf Deutschland - vorgesehen.